Das Modellprojekt zur Umsetzung einer inklusiven Medienpädagogik in Nordrhein-Westfalen führte die LAG LM in Kooperation mit ihrem Mitglied tjfbg gGmbH durch. Ein Online-Portal, ein Arbeitsheft und eine CD mit praxisnaher Software sollen helfen, das Thema Inklusion in der Medienpädagogik zu etablieren. Eine 1-jährige berufsbegleitende Fortbildung begann Anfang 2012.
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Das Modellprojekt „medienkompetent teilhaben!“ der Kooperationspartner LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. und tjfbg gGmbH setzt direkt am Vorgängerprojekt „Mediale Kompetenz und Teilhabe“ an, leitet aus den Ergebnissen konkrete Projektaktivitäten ab und will damit aktiv die Umsetzung von inklusiven Medienprojekten im Land NRW voranbringen. Ziel ist die langfristige Etablierung einer inklusiven Medienpädagogik durch Informations-, Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote. Damit soll der Aufbau einer Infrastruktur barrierefrei zugänglicher, inklusiver Medienangebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung in Nordrhein-Westfalen vorangetrieben werden. Laden Sie sich unseren Flyer als PDF herunter.
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Die zentralen Aufgaben, die sich aus den Aktivitäten des Modellprojekts „Mediale Kompetenz und Teilhabe“ ableiten lassen, sind:
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Information
Nahezu übereinstimmend äußerten die Beteiligten des Vorläuferprojekts den Wunsch nach mehr Informationen zur Umsetzung von inklusiver Medienpädagogik und zur Medienarbeit mit heterogenen Zielgruppen. Diese Informationen stehen nun an einem zentralen Ort übersichtlich strukturiert zur Verfügung und müssen nicht mehr mühsam und zeitaufwendig aus den verschiedensten Quellen zusammen gesucht werden. Gerade im Bereich der unterstützenden Technologien und der „Best-Practice-Projekte“, die Anregungen für eigene inklusive Projekte bieten, besteht ein großer Bedarf. Im Rahmen des Kooperationsprojekts „medienkompetent teilhaben!“ werden diese Informationen auf einem zentralen Onlineportal www.inklusive-medienarbeit.de sowie einem Arbeitsheft in gebündelter und strukturierter Form angeboten und regelmäßig via Newsletter verschickt. Praktikern der aktiven Medienarbeit stehen Informationen so jederzeit schnell und komfortabel zur Verfügung, ohne ihr ohnehin knappes Zeitbudget mit aufwendiger Recherche zu belasten.
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Darüber hinaus sind so genannte „Inklusions-Scouts“ als Ansprechpartner/innen NRW-weit etabliert, um konkrete Hilfestellungen zu geben. Sie beraten online und sind bei Bedarf auch telefonisch erreichbar. Die „Inklusions-Scouts“ berichten regelmäßig auf dem Onlineportal über aktuelle Themen und Neuigkeiten aus dem Bereich der inklusiven Medienarbeit. Somit gewährleisten sie fortlaufend die Aktualität der Plattform und sind als „wirkliche“ Personen und Ansprechpartner stets präsent. Ziel ist es, NRW-weit nach und nach ein Netzwerk von Ansprechpartnern zu etablieren, die jeweils regional zu Fragen inklusiver Medienarbeit zur Verfügung stehen.
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Für die Weiterbildung aber auch für Einrichtungen, die inklusive Medienprojekte anbieten wollen, erscheint am 22. März 2012 ein Arbeitsheft „Materialien für ein inklusive Medienpädagogik“. Hier werden ganz konkrete Hilfestellungen für die Praxis, Best-Practice-Projekte, aber auch Hintergrundinformationen zu inklusiver Medienpädagogik zur Verfügung gestellt. Auf einer Begleit-CD wird freie unterstützende Software, sowie eine Auswahl barrierefreier Computerspiele angeboten.
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Weiterbildung
Um inklusive Medienprojekte zu realisieren, bedarf es entsprechend qualifizierten Fachpersonals, das in der Lage ist, medien- und inklusionspädagogische Kompetenzen zusammen zu bringen und in der Praxis umzusetzen. Im Vorgängerprojekt „Mediale Kompetenz und Teilhabe“ wurde, basierend auf den gesammelten Erfahrungen das Konzept und das Curriculum für eine einjährige berufsbegleitende Weiterbildung zum Thema „Inklusive Medienpädagogik“ entwickelt. Die Module lehnen sich inhaltlich an Schnittstellenthemen zwischen Medien- und Behindertenpädagogik an. Die Fachexpert/inn/en der jeweiligen Bereiche sind gefordert, ihr Fachwissen einzubringen und gemeinsam Konzepte für die Praxis zu entwickeln. Die Weiterbildung orientiert sich an dem Prinzip des Peer Learning, durch Projekte im Team werden Vernetzungen zwischen den Fachexpert/inn/en initiiert und so der Grundstein für spätere Kooperationsprojekte gelegt.
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Vernetzung
Eine weitere wichtige Kernforderung war der Wunsch nach Vernetzung und Austausch der Fachexpert/inn/en, d.h. von Medienpädagog/inn/en und Behindertenpädagog/inn/en. Aufgrund der Heterogenität aller Heranwachsenden sowie der Vielzahl der möglichen Behinderungen, kann es die inklusive Medienpädagogik nicht geben, vielmehr sind immer wieder neue, auf die Situation und die jeweiligen Projektteilnehmer/innen zugeschnittene, individuelle Konzepte gefragt, die nur in gegenseitigem Austausch entwickelt werden können. Um diesen Austausch zu ermöglichen und voranzubringen, werden in das Onlineportal moderierte Fachforen integriert, in denen sich die Fachexpert/inn/en zu themenbezogenen Fragestellungen austauschen können.
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Darüber hinaus basiert auch der im Lauf des Projekts durchgeführte Pilotkurs der berufsbegleitenden Weiterbildung „Inklusive Medienpädagogik“ auf dem Ansatz der Vernetzung, und will die Teilnehmer/innen befähigen, gemeinsam inklusive Projekte in der Praxis umzusetzen. Die Absolvent/inn/en des Pilotkurses werden nach dem Abschluss des Pilotkurses als so genannte „Inklusions-Scouts“ für die Umsetzung einer inklusiven Medienpädagogik in NRW etabliert und sollen die weitere Vernetzung von Medien- und Behindertenpädagog/inn/en in NRW voranbringen.
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Die Laufzeit des Projektes ist: 1. September 2011 - 31. Dezember 2012.
Das Projekt wird finanziert mit Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.
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Mehr Infos zum Projekt auf: www.inklusive-medienarbeit.de