Lebenswelten treffen sich 2.0

Ich erzähl Dir meine Geschichte

Im Projekt Lebenswelten treffen sich 2.0 – Ich erzähl Dir meine Geschichte treffen Jugendliche auf Lebenswelten von Menschen, mit denen sie sonst wenig bis gar keinen Kontakt haben, über deren Lebensumstände sie wenig oder nichts wissen oder gegenüber denen sie vielleicht sogar Vorurteile haben. Dabei wird eine Person oder eine Gruppe von Menschen den jugendlichen Teilnehmenden ihre (Lebens-)Geschichte(n) erzählen, welche die Jugendlichen in einem nächsten Schritt medial darstellen sollen. Die Wahl des Mediums ist den Jugendlichen dabei freigestellt, inhaltlich und formal wird es darauf ankommen, die erzählte Story schlüssig, dramaturgisch sinnvoll und für andere nachvollziehbar zu erzählen.

Primäre Ziele dieses Projektes sind es, Vorurteile abzubauen und für den kritischen Umgang mit Medien – Filmen, Videos, Bildern, Texten und Sprache – zu sensibilisieren. Darüber hinaus werden mediale Erzählformen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, Ästhetik und Schlüssigkeit besprochen, Wissen zu den Themen Bild- und Persönlichkeitsrechte vermittelt sowie Kreativität und Entwicklung der Urteilsfähigkeit gefördert.

Insgesamt werden vier unserer Mitgliedseinrichtungen als Projektpartner an Lebenswelten treffen sich 2.0 teilzunehmen: Nocase Inklusive Filmproduktion gGmbH, der Kinder-&Jugendtreff/ Spielhof Hillerheide, die Ev. Jugendbildungsstätte Tecklenburg sowie das Jugendzentrum.digital Köln.

Zum Start des Projekts fand am 15. Juni 2022 eine Auftaktveranstaltung für die pädagogischen Fachkräfte der vier teilnehmenden Projektpartner*innen statt. Dafür haben wir uns in Dortmund in den Räumlichkeiten von Nocase gGmbH getroffen. Zum Einstieg gab es eine kurze Vorstellungsrunde und es wurden die Förderrichtlinien und Formalien für das Projekt besprochen sowie offene Fragen geklärt.

Danach wurde gemeinsam mit der Gruppe das Thema Storytelling erarbeitet und überlegt, welche Aspekte besonders wichtig sind. Dabei wurde das Thema Storytelling aus vier verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: aus Sicht der Medienschaffenden, aus Sicht der Rezipienten, aus Sicht der/des Protagonist*in und aus Sicht der pädagogischen Fachkräfte. Die Ergebnisse wurden für alle in einem Padlet festgehalten. Zudem gab es einen intensiven Austausch über bisherige Erfahrungen mit dem Thema Storytelling in Jugendworkshops, vor allem im Hinblick darauf, welche Medien bisher für das Erzählen von Geschichten verwendet wurden.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause ging es folgte die praktische Arbeit. Daniel Riedl von der Akademie Klausenhof zeigte via Zoom, wie das Medium Twine genutzt werden kann, um Geschichten zu erzählen. Anschließend präsentierte Leo Cresnar von der Jugendbildungsstätte Tecklenburg, wie gut sich Augmented und Virtual Reality als Medien für Storytelling eignen. Nach diesen beiden Impulsvorträgen ging es in die Praxisphase, in der die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, die zuvor vorgestellten Medien selbst auszutesten und kleine Geschichten mit ihnen zu erstellen.

Insbesondere die AR/VR Möglichkeiten fanden großes Interesse. Es wurde viel ausprobiert, getüftelt und sich ausgetauscht. Zudem wurden weitere Ideen die mediale Gestaltung von Geschichten gesammelt und vorgestellt, u.a. MapStories, E-Books oder auch ActionBound. Ausgestattet mit neuen Erkenntnissen und Inspirationen für die eigenen Jugendworkshops in den jeweiligen Partnereinrichtungen ging der Tag für alle Teilnehmenden erfolgreich zu Ende.

Alle Lebensgeschichten werden am Ende des Jahres in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung vorgestellt. Dabei bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Ergebnisse zu präsentieren und sich auszutauschen. Zudem werden alle Lebensgeschichten auf der Webseite der LAG LM präsentiert. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate und sind schon jetzt ganz gespannt auf die Ergebnisse. 

Kontakt und Ansprechpartnerin bei der LAG LM:
Rebecca Hipp, hipp(at)medienarbeit-nrw.de, Telefon: 0203 / 418676-83