Aktuelles

Podcasts in der Jugendmedienarbeit

Podcast – Was ist das? und: Geht Podcast inklusiv?

Hier als PDF downloaden die neue interaktiv plus Podcasts in der Jugendmedienarbeit

Vorwort

Unsere Praxiserfahrungen zeigen, dass sich Podcasts gut als inklusives Medienangebot eignen, da die Kommunikation untereinander sowie das Abstimmen von Themen und Positionen innerhalb des Gruppensettings die Kommunikationsfähigkeit, die Selbstbestimmung und den respektvollen Umgang miteinander stärken. Zudem fallen bei der Produktion eines Podcasts verschiedenste Aufgaben an, sodass für jede:n – den eigenen Fähigkeiten entsprechend – etwas dabei ist. Wichtig ist es, alle teilnehmenden Personen mit einzubeziehen, unabhängig davon, ob sie beispielsweise hören, lesen oder schreiben können – denn das ist für die Produktion eines Podcasts nebensächlich.
Ein Podcast ist eine Serie bestehend aus mehreren Mediendateien (Audio und/oder Video), die abonniert, gestreamt und heruntergeladen werden können. Das zahlreiche Angebot an Podcasts spricht viele verschiedene Menschen an. Viele Influencer:innen, Blogger:innen, Medienschaffende, Expert:innen sowie Bekannte aus Film und Fernsehen nutzen das Medium Podcast, um näher bei ihren Follower:innen zu sein und über Privates, Unterhaltsames, Wissenschaftliches oder über Politisches zu sprechen. Aus diesem Grund setzen sich immer mehr Jugendliche mit diesem Medium auseinander. Um Jugendliche mit dem Thema Podcast vertraut zu machen, kann deren eigenes Smartphone als Werkzeug dienen, um ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen. Zudem gibt es einige Tipps und Tricks, die jede:r kennen sollte.
In dieser Ausgabe der InterAktiv Plus möchte ich euch zeigen, wie ihr einen Podcast kostengünstig, gut, einfach und inklusiv gestalten könnt.

Vorbereitung

Projekte zum Thema Podcast können sich an alle Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen ab 6 Jahren richten.
Um das Angebot so inklusiv wie möglich zu gestalten, sollte Einfache bis Leichte Sprache verwendet werden. Zusätzlich sollte es stets ein Plakat mit allen zu bearbeitenden Punkten geben. Diese werden mit gemeinsam gestalteten Piktogrammen und kurzen Stichpunkten versehen. Hier können lizenzfreie Bilder von Pixabay (https://pixabay.com/de) hilfreich sein. Die bildliche Sprache in Form von Piktogrammen ermöglicht Menschen mit einer Lernbehinderung eine einfachere Teilhabe. Um die erstellten Plakate barriereärmer zu gestalten kann ein Anybook-Audiostift verwenden werden. Der Anybook-Audiostift ist ein Sprachaufnahme- und wiedergabegerät in handlicher Stiftform. Mit den dazugehörigen Stickern können eigene Inhalte aufgenommen und durch erneutes Antippen mit dem Stift wieder abgespielt werden. Das von der Gruppe erstellte Plakat kann mit mehreren dieser Sticker versehen und so auch für Menschen mit Sehbehinderungen zugänglich gemacht werden.

Da ein Podcast aus mehreren Episoden besteht, sollte die jeweilige Folge nicht länger als 5–8 Minuten dauern. „Wie viele Folgen sollen produziert werden?“ und „Zu welchen Terminen werden die Podcast-Folgen veröffentlicht?“ sind Fragen, die im Voraus geklärt werden müssen. Auch der Inhalt des Podcasts sollte im Vorfeld festgelegt werden. Die betreuende Person sollte mindestens eine Idee vorab vorbereitet haben, falls von den Jugendlichen mit und ohne Behinderungen kein Thema vorgeschlagen wird. Das kann für die erste Folge ein Einleitungs-Podcast über das Jugendzentrum oder das Wohnviertel sein. „Was passiert gerade in meinem Stadtteil?“, „Ich erzähle euch was über unser Jugendzentrum“, „Wie kann ich mich umweltpolitisch engagieren?“ und „Welche Rechte haben Kinder und Jugendliche?“ sind nur einige Beispiele, die hier als Thema dienen können. Außerdem empfiehlt es sich, sich als betreuende Person vorab mit dem Thema Podcast vertraut zu machen. Hilfreich sind hier das kurze YouTubeVideo: „Was ist ein Podcast und wie funktioniert es?“ und
der Artikel „Das sind Podcasts und hier finden Sie sie“.
Zudem ist es wichtig, Geräte und Materialien, die benutzt werden sollen, zuvor aufzuladen und bereitzulegen. Vorab kann mit den Jugendlichen mit und ohne Behinderung geklärt werden, ob sie Interesse an einem selbst gebauten Studio haben, um das Thema Podcast noch spannender zu gestalten. Das heißt, dass die Materialien in einem Raum gelagert sowie Tische und Stühle zusammengestellt werden und das Mikrofon aufgestellt wird. Auch ein „Bitte nicht stören – Aufnahmen“-Schild für die Tür ist ratsam, damit die Podcast-Aufnahme möglichst ungestört ablaufen kann.

Technik

Um einen Podcast produzieren zu können, sind mindestens ein Smartphone sowie ein separates Mikrofon nötig. Für eine bessere Tonqualität sollte man statt eines Smartphones jedoch eher ein Tablet nutzen. Für die Aufnahme der Audiodateien ist die interne Sprachmemo-Funktion auf dem Smartphone bzw. dem Tablet völlig ausreichend. Anschließend wird ein PC oder Laptop benötigt, um z. B. mit Audacity, einer kostenfreien Software, die aufgenommenen Audiodateien zu schneiden und – sofern gewünscht – mit Musik zu unterlegen. Die Bestimmungen des Urheberrechts und der Erwerb von entsprechenden Lizenzen sind dabei zwingend zu berücksichtigen. Die folgende Publikation kann hilfreich sein, um richtig mit Musik in Veröffentlichungen umzugehen: Rechteklärung bei Nutzung von Musik in der Jugendmedienarbeit
In NRW gibt es eine weitere Alternative: ein kostenloser Upload des Podcasts auf www.nrwision.de. Die Plattform hat eine Vereinbarung mit der GEMA und ermöglicht so auch die Verwendung von GEMA-lizenzierter Musik. Außerdem steht hier ein:e Ansprechpartner:in für Nachfragen zur Verfügung.
Einfach mal ausprobieren! Sollte mit Geräten von Apple gearbeitet werden, bietet sich zum Bearbeiten der Aufnahmen die kostenlose Software iMovie an. Diese beinhaltet kostenfreie Songs, Töne und Effekte, die lizenzfrei verwendet werden dürfen. Die Tonspuren können intuitiv geschnitten und hin und her gezogen werden. Zum Schluss wird die Datei als praktische MP3-/MP4-Datei gespeichert. Alle Töne und Musik von iMovie müssen nicht als Werbung gekennzeichnet werden und stehen zur freien Verfügung.
Mit iMovie kann man durch das Hinzufügen von Untertiteln Menschen mit einer Hörbehinderung eine Teilhabe am Podcast ermöglichen.

Umsetzung

  • Was möchten wir mit unserem Podcast erreichen?
  • Wo kann ich meinen Podcast veröffentlichen?
  • Welche Musik/Geräusche dürfen wir verwenden?
  • Welche Technik benötigen wir?
  • Wie viele Podcast-Folgen möchten wir produzieren?
  • Wie heißt unser Podcast?

Um mit den Jugendlichen mit und ohne Behinderung ein Konzept auszuarbeiten, müssen diese Fragen im Vorfeld geklärt werden. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Es ist hierbei wichtig, für alle Kinder und Jugendlichen einen barrierearmen Zugang zu schaffen.
Wie zu Beginn erwähnt, können Piktogramme gemeinsam mit den Jugendlichen erstellt oder auf Pixabay Bilder zusammengesucht werden. Auch der bereits zuvor erwähnte Anybook Reader kann verwendet werden, um den Jugendlichen beim Bearbeiten ihrer Aufgabe zu helfen. Für die optimale Nutzung des Anybook Vorlesestifts gibt es auf der Seite www.leichte-sprache.org Tipps zur Verwendung von Einfacher bis Leichter Sprache. Zum Einstieg könnte mit den Teilnehmenden auch ein Geräusche-Quiz erstellt und durchgeführt werden, um sie an das Thema Audio heranzuführen und gemeinsam mit ihnen herauszuarbeiten, wie unterschiedlich Tonqualitäten von Aufnahmen sein können. Was bei einem Podcast-Workshop hilfreich sein kann, ist eine klare Strukturierung des Tages – das heißt, dass vor jeder Folge ein überschaubarer und für alle verständlicher Plan erstellt wird, der aufzeigt, welche Rolle jede teilnehmende Person übernimmt. Um Menschen mit einer Hörbehinderung den Zugang und die Beteiligung an der Erstellung des Podcasts zu ermöglichen, können sie vor dem Aufnehmen z. B. Texte bzw. Skripte verfassen.

  • Welches Thema möchtet ihr heute bearbeiten?
  • Wer übernimmt die Planung?
  • Wer recherchiert über das Thema?
  • Wer übernimmt die Moderation?
  • Wer baut die Technik auf und kümmert sich um die Aufnahmen und den Schnitt?

Sobald diese Fragen geklärt sind, kann die detaillierte Arbeit am Podcast beginnen. Podcasts haben in der Regel ein In- und Outro. Diese sorgen für einen gewissen Wiedererkennungswert des Podcasts. Zwar sollte der Fokus nicht vorwiegend darauf liegen, sondern auf dem Inhalt jeder einzelnen Folge, jedoch ist es trotzdem ratsam, über ein In- und Outro nachzudenken, um dem Podcast eine individuelle Note zu verleihen. In einer Podcast-Folge kann es wichtig sein, eine moderierende Person zu haben. Hierbei sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen, in welcher Form ein Podcast aufgebaut werden soll. Ein Podcast kann zum Beispiel in Form eines Interviews mit einer Moderation sehr gut funktionieren. Alternativ können sich 2–3 Jugendliche in einen Raum setzen und über ein Thema ihrer Wahl diskutieren. So entsteht dann eine „Talkrunde“. Der Austausch über bestimmte Themen innerhalb des Podcasts kann den Hörer:innen dabei helfen, sich selbst und ihre Haltung zu diesen besser zu reflektieren.

Der laufende Betrieb

Sobald die erste Podcast-Folge online abrufbar ist, sollte die Gruppe – auch im Hinblick auf eventuell bereits erhaltenes Feedback – darüber nachdenken, wie es weitergehen könnte. Hierbei könnten sich die Teilnehmenden in kleinere Arbeitsgruppen aufteilen, die jeweils verschiedene Aufgabenschwerpunkte übernehmen, z.B.: Termine zum Hochladen, Musik und Toneffekte, die Themen für die nächste Folge oder auch Werbung auf SocialMedia-Kanälen. Die Ergebnisse können zur Orientierung auf einem Plan festgehalten werden. Es sollte auch hier wieder auf eine für alle verständliche Gestaltung geachtet werden, damit alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben, sich an diesem Plan zu orientieren. Die Gruppe könnte sich außerdem regelmäßig zu Reflexionsrunden treffen, um Unstimmigkeiten und/oder andere Anliegen zu klären. Dabei gäbe es ausreichend Zeit, um sich die Podcast-Folge noch mal gemeinsam anzuhören und unter folgenden Punkten zu bewerten:

  • Ist die Musik gut auf das Thema abgestimmt?
  • Ist über das Thema ausreichend recherchiert worden?
  • Sollten einige Stellen herausgeschnitten oder gekürzt werden?
  • Ist für die Hörer:innen alles verständlich/ gut erklärt?

Auch Teilnehmer:innen mit einer Sehbehinderung können und sollten den Podcast als Expert:innen in eigener Sache probehören, um ihn nochmals auf Aspekte wie Lautstärke, Verständlichkeit und Tonqualität zu prüfen. Dies sollte vor jedem Herausgeben einer Podcast-Episode erfolgen. Einen Podcast zu produzieren und zu veröffentlichen, kann für eine Gruppe viel Arbeit bedeuten – der Spaß an der Sache sollte aber natürlich stets im Vordergrund stehen.

Veröffentlichung

Dann nur noch die Werbetrommel rühren und wir sind berühmt“. – Da nicht alle Menschen auf SocialMedia-Plattformen vertreten sind, ist es wichtig, einen breiten Zugang zu den erstellten Podcast-Folgen zu schaffen. Aus diesem Grund können diese kostenfrei auf NRWision hochgeladen werden.

Dies geht in drei einfachen Schritten:
Schritt 1 als Produzent:in registrieren
Schritt 2 Beitrag hochladen
Schritt 3 Podcast veröffentlichen

Der Link zum Podcast kann anschließend auf der Homepage der Einrichtung eingebettet werden. Werbung ist auch für einen Podcast nötig, denn ohne sie gibt es keine Hörer:innen. Deshalb sollte die Gruppe sich ein spannendes Marketingkonzept für die Bewerbung ihres Podcasts auf ihren Social-MediaKanälen einfallen lassen. Darüber hinaus können Flyer und Poster gestaltet und in der Einrichtung und in der Stadt ausgehängt werden. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass Plakate nicht einfach so irgendwo aufgehängt werden dürfen, sondern dass man beim entsprechenden Geschäft bzw. bei der Stadt im Vorfeld anfragen muss. Wichtig ist auch, dass die Herausgeber:innen der Podcast-Folge die Zielgruppe mit ihrer Werbung erreichen – daher sollten sie sich immer wieder die Frage stellen: Würde ich die Werbung hier wahrnehmen? Würde ich selbst auf diese Werbung reagieren?

KOSTEN

  • Eigenes Smartphone kostenfrei
  • (Tablet und Schutzhülle) (gebraucht 200-300 €)
  • Audacity kostenfrei
  • (iMovie) (kostenfrei)
  • Mikrofon 20-30 €
  • NRWision kostenfrei
  • (Anybook-Stift) 85 €

Unsere Autorin

Bild von Melanie Leusch

Melanie Leusch,
Inklusions-Scout bei Nimm! Netzwerk Inklusion mit Medien


Seit 2013 arbeitet sie in der Inklusiven OT Ohmstraße in Köln und ist dort in den Bereichen Medien- und Mädchenarbeit tätig. Ihre Schwerpunkte sind Workshops in der inklusiven und kreativen Medienarbeit, u.a. Tablet-Führerscheine, Comic-Workshops, das Erstellen von Hörspielen und Greenscreen-Videoarbeiten.

Die LAG Lokale Medienarbeit NRW beim 17. DJHT

17. DJHT 18. bis 20. Mai digital. Wir machen Zukunft - jetzt!

Die LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. ist beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag mit einem virtuellen Messestand und einem Beitrag beim Fachkongress dabei. Der DJHT findet vom 18. bis zum 20. Mai statt und findet dieses Jahr zum ersten Mal in digitaler Form statt.

Digitale Jugendarbeit und Medienpädagogik aus NRW – Das Speed-Barcamp!

Unser Beitrag beim Fachkongress ist Teil des vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW ausgerichteten Angebots „Digitale Jugendarbeit und Medienpädagogik aus NRW – Das Speed-Barcamp!“.

Dieses findet am 18. Mai von 15:45 Uhr bis 17:15 Uhr statt und soll unterschiedliche Haltungen, Situationen und Erfahrungen sichtbar machen. Dabei werden Fachkräfte zu einer konstruktiven und praxisorientierten Diskussion über die alltäglichen Herausforderungen medienpädagogischer Angebote eingeladen.

Das „Speed-Barcamp“ wird gemeinsam mit folgenden Kooperationspartner umgesetzt:

  • Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. (AJS)
  • ComputerProjekt Köln e.V. (Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW)
  • Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK)
  • jfc Medienzentrum e.V.

Weitere Informationen zum Angebot und zur Teilnahme finden Sie hier:

https://www.jugendhilfetag.de/veranstaltungen/event/digitale-jugendarbeit-und-medienpaedagogik-aus-nrw-das-speed-barcamp

Unseren virtuellen Messestand erreichen Sie hier. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

„Filmgestaltung mit dem Tablet“ – Medienworkshop in der Inklusiven OT Ohmstraße in Köln-Porz

In den Osterferien 2021 fand in der Inklusiven OT Ohmstraße der eintägige Workshop zum Thema „Filmgestaltung mit dem Tablet“ statt – selbstverständlich unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Schutzverordnung. Die Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V. war als Landesverband des Bundesverbands Jugend und Film (BJF) für die Durchführung des Workshops in der Inklusiven OT Ohmstraße zuständig.

Ziel dieses Workshops war es, den Kindern und Jugendlichen mithilfe von verschiedenen Tools und Methoden einen Einblick in die einfache Filmgestaltung mit dem Tablet zu geben. Unterschiedliche kostenfreie Apps sowie YouTube Videos gaben hilfreiche Tipps und halfen dabei, die Teilnehmenden direkt praxisnah in die Welt der Filmgestaltung am Tablet einzuführen und ihnen ein umfassendes Wissen zu vermitteln. Gemeinsam in der Gruppe wurden die Informationen in einfacher Sprache zusammengetragen und reflektiert, um somit eine Orientierungshilfe für die Teilnehmenden zu schaffen.

Als praktische Übungen wurden in kleinen Gruppen unterschiedliche Motive aus verschiedenen Perspektiven fotografiert, mithilfe von unterschiedlichen Apps kleine Filme zum Thema Ostern und Freundschaft produziert und zum Schluss alle Videos zu einem gesamten Film zusammengeschnitten sowie einzelne Teile mit Musik unterlegt.

Krönender Abschluss des Tages war der Tabletführerschein, eine Auszeichnung für alle Teilnehmenden und deren großartigen Leistungen. Damit können sie ab jetzt in der Inklusiven OT Ohmstraße eigenständig ein Tablet gegen ein angemessenes Pfand auszuleihen.

Sie sind pädagogische Fachkraft und interessieren sich dafür, wie Sie mit mobilen Endgeräten ansehnliche Filme produzieren und dies Kindern und Jugendlichen vermitteln können? Dann besuchen Sie unseren Workshop im Herbst. Am Dienstag, den 22.10.2021, von 09:00- 16:00 Uhr in der Inklusiven OT Ohmstraße.

Referentin: Bianca Rilinger

Anmeldungen per Mail an info@medienarbeit-nrw.de

Anmeldeschluss: 18. Oktober 2021

TN-Gebühr: 10,-€

Ansprechpartnerin für dieses Workshop ist Rebecca Straube.

Weitere Informationen zum Workshop finden Sie auch hier:

https://www.medienarbeit-nrw.de/veranstaltung/filmgestaltung-mit-dem-tablet-7/

Multitalent gesucht!

Die Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V. (LAG LM), Fachstelle für aktive Medienarbeit und Medienbildung, sucht ab sofort eine/n Medienpädagog:in oder eine Person mit vergleichbarer Qualifizierung in Teilzeit (30 Std). Die Stelle ist unbefristet.

Die LAG LM ist ein Netzwerk aus über 170 Mitgliedern in NRW, die eigenständig kulturelle, soziale, politisch-bildende und pädagogische Medienarbeit vor Ort leisten. Als Fachstelle haben wir den Schwerpunkt Inklusive Medienarbeit. Wir informieren, beraten und bilden fort.

Der Aufgabenbereich

  • Unterstützung der Arbeit der Geschäftsstelle, Betreuung der Mitglieder
  • Erstellung von Projektkonzepten, allgemeines Projektmanagement, Erstellung von Verwendungsnachweisen
  • Vertretung des Angebots auf Messen und Fachtagungen
  • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit
  • Redaktion unserer Online- und Printpublikationen, Autor:innentätigkeiten
  • Durchführung von Workshops und Fortbildungen im medienpädagogischen Bereich

Ihr Profil

  • Ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Sozialer Arbeit, Pädagogik und/oder mehrjährige Praxiserfahrung in koordinierender, konzeptioneller und praktischer Tätigkeit im pädagogischen Kontext
  • Erfahrung in der aktiven Medienarbeit, dem Leiten von Workshops und Projekten
  • Kommunikationsstärke, Organisationstalent und ein hohes Maß an Selbstständigkeit
  • Sichererer Umgang mit Word, Excel und Powerpoint
  • Sicherer Umgang mit Content Management Systemen, Blogsoftware (WordPress) und Social Media

Wir bieten

  • Eine interessante und vielseitige Tätigkeit in einem engagierten Team
  • Ein hohes Maß an Gestaltungsspielraum
  • Ein Firmenticket (VRR und Übergang in den VRS möglich)
  • Möglichkeit zum Homeoffice nach Absprache

Wir begrüßen Bewerbungen von allen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung und/oder sexuellen Orientierung. Bewerber:innen mit Behinderungen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte ausschließlich per E-Mail bis zum 23. März an info[at]medienarbeit-nrw.de

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Themen unserer zweiten Ausgabe der InterAktiv: Digitalisierung und Jugendmedienarbeit im Zeichen der Corona-Pandemie

Das Rad der Digitalisierung wird sich nicht mehr zurückdrehen lassen – und das ist gut so. Wir merken allerdings, dass uns etwas fehlt, wenn wir uns nicht persönlich sehen können, die Reaktion des anderen nur digital mitbekommen. Bei manchen Formaten ist das sehr anstrengend und man wünscht sich ein Vor-Ort-Treffen, bei anderen profitieren die, die sonst aufgrund von zu großer räumlicher Distanz oder körperlichen Einschränkungen nicht teilhaben können. So oder so haben wir in vielen Bereichen etwas dazugelernt und freuen uns gleichzeitig darauf, uns – hoffentlich bald – wieder persönlich begegnen zu können.
Die zweite Ausgabe der Interaktiv gibt einen Überblick, was im zweiten Halbjahr bei uns und unseren Mitgliedern passiert ist – denn alles hat ja, wenngleich digital, stattgefunden: das Jugendforum auf der gamescom, der Tag der Medienkompetenz, unsere Projekte Digital dabei! und Ich erzähl dir meine Geschichte. Ebenfalls Nimm!, das Netzwerk Inklusion mit Medien, war digital sehr aktiv. Wo es ging, haben wir die Möglichkeit wahrgenommen, uns unter den aktuellen Coronavorschriften persönlich zu treffen.
Wie Kolleginnen und Kollegen in NRW die digitale Coronazeit gestaltet haben, verdeutlicht eine Umfrage, die vom jfc Medienzentrum in Köln durchgeführt wurde. Wir freuen uns, dass wir die Ergebnisse in dieser Ausgabe veröffentlichen dürfen.
Mir bleibt, Ihnen viel Freude bei der Lektüre zu wünschen! Der Vorstand und das Team der Geschäftsstelle wünschen Ihnen frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und vor allem Gesundheit! Wir freuen uns schon darauf, uns im nächsten Jahr wiederzusehen!

Thema unserer InterAktiv plus 02/2020: Medien und Bewegung – Wie mit Medienprojekten Bewegung ins Spiel kommt

Meist werden Medien im Sitzen genutzt und dabei dafür den Körper ungesunde Positionen eingenommen. Doch Medien können mehr! Sie sind vielfältig und kreativ nutzbar – sowohl allein als auch gemeinsam in heterogenen Gruppen. Medien können Bewegung anregen und zu Aktivitäten inspirieren, wodurch auch neue Begegnungen entstehen können.
In dieser Ausgabe der Interaktiv plus geht es um digitale Medienprojekte mit Spiel, Spaß und Bewegung. Sie geben einen Bewegungsanreiz und zeigen, wie man Mediennutzung und Bewegung kombinieren kann. Wir stellen Ideen vor, die mit allen gut in der Jugendarbeit umgesetzt werden können.
Unter Publikationen steht die InterAktiv plus Medien und Bewegung – Wie mit Medienprojekten Bewegung ins Spiel kommt zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Treffen der BJF-Landesverbände in Chemnitz 2020

Auf der Tagesordnung des zweitätigen Arbeitstreffens der BJF-Landesverbände am 17. – 18. Oktober 2020 standen die Gestaltung des Seminarprogramms 2021 (inkl. Festlegung der gesetzten Seminare für 2021, 2022, 2023), Erfahrungsaustausch mit den LAGs und der BJF- Geschäftsstelle zum Thema „Umgang mit der Corona-Pandemie“ und Information und Austausch über die Möglichkeiten von internationalen Jugendbegegnungen und Arbeitstreffen.
Das Wochenende stand im Zeichen des 50-Jährigen Jubiläums unseres Dachverbandes
Bundesverband Jugend und Film e.V., das zeitgleich mit dem wunderbaren
Internationales Filmfestival SCHLINGEL stattfand.

Einige Landesverbände konnten aufgrund kurzfristig neu gesetzter COVID-19-Bestimungen in Chemnitz nicht dabei sein. Der BJF hat flexibel reagiert und mit einer Zoom-Konferenz die Nicht-Anreisende zum diesjährigen Treffen eingeladen.


Die LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. als Landesverband nahm in digitaler Form an dem diesjährigen Treffen teil.

A Better Tomorrow! LAG LM auf dem Tag der Medienkompetenz

Am Montag, den 28.09.2020, fand unter dem Motto „A Better Tomorrow! – Visionen für eine digitalisierte Gesellschaft“ der Tag der Medienkompetenz NRW diesmal digital auf www.tdm.nrw statt.

Wir waren ab 15:00 Uhr mit zwei Angeboten im Livestream vertreten:

In einem Beitrag, der von Kanal 21 in Bielefeld produziert wurde, haben wir gezeigt, was im Projekt Digital dabei! Junge Geflüchtete partizipieren durch aktive Medienarbeit in 14 unserer Mitgliedseinrichtungen vor Ort passiert. Partizipation steht bei Digital dabei! im Vordergrund und wird von den Mitgliedern der LAG LM vor Ort mit Leben gefüllt. Der Beitrag ist bei Grimme-TV und auf NRWision zu sehen!

Unser zweites Angebot haben wir live und gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Netzwerks Medienpädagogik NRW gemacht. Hier ging es um Digitale Tools in der Jugendarbeit, und wir haben gezeigt, wie man Social-Media-Posts so gestaltet, dass alle sie wahrnehmen können. Mithilfe unserer Tool-Tipps und unseres neuen Angebots Projekte-Plus gelingt es, Angebote inklusiv zu gestalten. Und das geht ganz einfach! Schauen Sie mal vorbei!

Der Tag der Medienkompetenz (TdM) ist eine von der Landesregierung und dem Landtag Nordrhein-Westfalen gemeinsam ausgerichtete und geförderte Veranstaltung.

LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. im Livestream auf dem Jugendforum der digitalen gamescom 2020

Gemeinsam mit vielen Medienpädagogischen Partnern aus ganz NRW nahm die LAG LM am diesjährigen Jugendforum NRW auf der digitalen gamescom, der größten Spielmesse der Welt, teil.


Ich schreib’ Geschichte! Text-Adventure im Handumdrehen selbst erstellen mit Twine

Für die neue digitale Publikation „Projekte-Plus“ des Netzwerks Inklusion mit Medien, hat der Medienpädagoge Johannes Rück eine praxisnahe Anleitung für den inklusiven Einsatz von Twine erstellt. Im Livestream, auf der digitalen Plattform gamescom now, wurde unser neues digitales Format am Freitag, den 28. August vorgestellt und in den praktischen Umgang mit Twine eingeführt.


Ausführliche Informationen zu den Methodenkarten und kostenlosem Download finden sich unter:

http://www.inklusive-medienarbeit.de/ und https://www.instagram.com/deinnimm/

Das Jugendforum NRW auf der gamescom 2020 wurde mit der Unterstützung der Stadt Köln durchgeführt.


Das Netzwerk Inklusion mit Medien ist ein Angebot der LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. in Kooperation mit der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH.

Nimm! nominiert für den Inklusionspreis NRW 2020!

Wir freuen uns! Nimm! Das Netzwerk Inklusion mit Medien ist laut Pressemeldung von Sozialminister Karl-Josef Laumann unter den Nominierten für den Inklusionspreis NRW 2020. Es werden insgesamt neun Preis in Höhe von zusammen 30.000€ vergeben. Die Sieger*innen werden im Herbst bekannt gegeben.


Der Inklusionspreis des Landes NRW wird alle zwei Jahre verliehen. Das diesjährige Schwerpunktthema ist „Teilhabe durch Digitalisierung“. Ausgezeichnet werden laut Ministerium Praxisbeispiele, die das gelungene inklusive Zusammenleben sowie die Umsetzung der Inklusion im Bewusstsein der Menschen mit und ohne Behinderungen fördern.